Abläufe im Ausbau-Verfahren

1. Nach Abschluss der Vermarktung

Ist die Vermarktungsphase in einem Bauabschnitt abgeschlossen und wurde die 60% Quote erreicht, dann wird die Feinplanung des Bauabschnitts beauftragt. Wurde diese 60% Quote nicht erreicht, muss die Verbandsversammlung nach Betrachtung einer Wirtschaftlichkeit des Ausbaus einen ganzheitlichen oder teilweisen Ausbau beschließen.

Die Feinplanung wird in unterschiedlichen Prozessen unter Berücksichtigung der Baukosten, optimalen Streckennetze, möglichen Querungen von Gewässern und Bahnstrecken und vorhandenen Oberflächen abgestimmt. Liegen die abgestimmte Feinplanung und die Baukosten vor, erfolgt eine Freigabe durch den Zweckverband.

2. Die Bauvorbereitungen

Nach Baufreigabe beginnt das Genehmigungsverfahren mit allen zu berücksichtigenden Behörden wie Landesverkehrsbetriebe, Naturschutzbehörden, Wasserschutzbehörde. Parallel beginnen die Bauvorbereitungen und nach Vorliegen der Genehmigungen die Ausschreibung der Baufirmen. Die Bauvorbereitungsphase dauert ca. 3-4 Monate.

3. Der Ausbau des Netzes

Die Bauphase beginnt mit dem Tiefbau und der Verlegung der Leerrohrverbände in die Erde. Mit mehreren Bautrupps werden parallel die Verbindungen zum bisherigen Netz und das Netz in den Straßen der Gemeinde gebaut. In der Regel wird gemeindeweise vorgegangen, oft wird parallel in verschiedenen Gemeinden gebaut. Jetzt ist der Bau für die Bürger sichtbar.

4. Ihr Hausanschluss

Die Baumaßnahmen an ihrem Grundstück teilen sich grob in vier Phasen auf, welche an unterschiedlichen Tagen vorgenommen werden:

a) Zu Beginn setzt sich die Tiefbaufirma ca. 2 Wochen vor dem Start der Baumaßnahmen auf Ihrem Grundstück mit Ihnen in Verbindung, um einen Termin für die Verlegung des Leerrohrs mit Ihnen abzusprechen. Sollten die Mitarbeiter Sie zu dem Zeitpunkt nicht antreffen, wird eine Postkarte mit einer Rückrufnummer hinterlassen. Falls Sie einen Teil der Bauarbeiten in Eigenleistung vornehmen wollen (z.B. wenn Sie mehr als 15 Meter von der Straßenmitte entfernt wohnen), klären Sie in dieser Phase ebenfalls mit dem Tiefbauunternehmen, wann diese Eigenleistungen abgeschlossen sein müssen.

b) Zum vereinbarten Termin wird das Leerrohr auf Ihrem Grundstück bis zum Gebäude verlegt und ggf. auch direkt der Hausdurchbruch durchgeführt. Diese beiden Schritte können aber durchaus unabhängig voneinander an verschiedenen Tagen durchgeführt werden. In diesem Fall wird dann frühzeitig ein neuer Termin für den Hausdurchbruch mit Ihnen abgestimmt.

c) Nachdem die Tiefbauarbeiten abgeschlossen und das Leerrohr in das Haus eingeführt wurden, findet das Einblasen und Spleißen der Glasfaser statt. Hier kann durchaus eine Zeitspanne von mehreren Wochen zwischenliegen, die verantwortliche Firma wird sich aber auch hier wieder frühzeitig mit Ihnen in Verbindung setzen.

d) In der letzten Phase wird das ONT (Abschlussgerät des Glasfasernetzes) in Ihrem Haus gesetzt und die Funktionalität gemessen. Jetzt ist der Anschluss funktionsbereit und kann in Betrieb genommen werden, wenn Ihr Vertrag mit dem Voranbieter ausgelaufen ist.

5. Keine Sorge, es wird niemand vergessen.

Gelegentlich melden sich bei nordischnet besorgte Bürger, weil der Bautrupp in ihrer Straße schon abgezogen ist und ihr Hausanschluss noch nicht fertig gestellt wurde. Das kann verschiedene Ursachen haben. Z.B. hat vielleicht die Terminvereinbarung noch nicht geklappt oder es gibt bautechnische Hinderungen, die erst beseitigt werden müssen. Auch die Witterung spielt im Bauverfahren eine große Rolle.

Vom Baubeginn des Netzes bis zur Fertigstellung des letzten Hausanschlusses dauert es ca. 1 Jahr. Bis zum Abschluss des Baus werden auch alle Hausanschlüsse erstellt - es wird niemand vergessen.

Auf unserer Internetseite unter den einzelnen Bauabschnitten finden Sie ungefähre Zeitangaben für den Ausbau.

 

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